FRONTPAGE

Editorial

Die Mobilität des Denkens – die Welt in unserer Hand

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Kulturinteressierte

 

Herzlich willkommen,

wir laden Sie ein zu Beiträgen von Alexander Kluge, der in 133 politischen Geschichten untersucht,  was überhaupt Politik ist – ‚das Bohren harter Bretter’; was sie mit Freiheit zu tun hat und was sie bewirkt,
zu Friederike Mayröckers  neuem Prosaband, Autor und Leser sind Zwillinge, sagte schon die Dichterin Hilde Domin;
zum Retro-Porträt der faszinierenden Schweizer Surrealisten-Muse Meret Oppenheim, im flirrenden Paris der 30-er Jahre machte sie mit ihrer ‚Pelztasse’ Furore und wurde von Max Ernst, Alberto Giacometti und André Breton bewundert;
zu Simone de Beauvoir mit ihrem so tiefgründigen wie amüsanten neu aufgelegten Reisetagebuch  ‚New York – mon amour’, das sie im Alter von 39 Jahren verfasste – ,
ein ganzes Kapitel als exklusiver Vorabdruck von Edition Ebersbach Berlin 2011;
ferner ein aufschlussreiches Gespräch zu Mythos und Wirklichkeit der Metropole am Hudson des in New York lebenden Schweizer Künstlers Ugo Rondinone.
Wir stellen Ihnen neue Coffee-table-books vor, über die charismatische Stil-Ikone Audrey Hepburn und ihr Leben, ihren Einsatz für Kinder als UNICEF-Botschafterin.
Kunst am Bau als Architektur-Mehrwert, die BUCHVERNISSAGE: Blanca Blarer am 4. Mai 2011: im Sphères, Zürich: ‚Das eigene Mass’.

 

CARTE BLANCHE:
ESSAY: Ein Brief in die blauen Schweizer Berge von unserer Korrespondentin in Berlin.
BUCHTIPP: ‚Der Mann meines Lebens’, zwölf Autoren schreiben über den wichtigsten Mann ihres Lebens, der sie geprägt hat, von Joseph von Westphalen: ‚Auf der Suche nach dem Supermann’, exklusiver Vorabdruck Kein & Aber Zürich 2011.

 

REPORTAGE: Rotterdam, ein  besonderer Öko-Reisetipp.

 

Menschenrechte und Freiheit.
Im arabischen Raum steigen Menschen auf die Barrikaden, zaghaft als arabischer Frühling bezeichnet, in Ägypten und Tunesien mit mehr, in Libyen und Syrien mit weniger Aussicht auf Freiheit oder demokratische Verhältnisse, solange die Machthaber Raketen auf das eigene Volk abfeuern. Die Berichterstattung in den Medien ist von einer seltsamenHomogenität, was auf der Agenda der Katastrophen, Revolutionen oder Royal Weddings steht, wird durchdekliniert, selten werden neue Themata recherchiert und aufs Tapet gebracht.
Die Sparmassnahmen der Verlage werden die Produktqualität und den Wert senken, was zu weiteren Auflagenrückgängen der Medien führt. Alternativlos? Ein Wort, das übrigens zum ‚Unwort des Jahres’ erklärt wurde.

 

Wer Recherche will, muss Bücher lesen.
Schriftsteller leben nicht im luftleeren Raum. Deshalb lohnt es sich, unter anderem, unabhängige Dichter zu konsultieren. Und zu lesen.

 

Apropos: der Max Frisch-Themenabend auf ARTE wurde verschoben auf  Sonntag, den 22. Mai 2011, 20.15 Uhr: der Kultfilm Homo Faber, 22.05 Uhr: Dokumentation Max Frisch Citoyen,
über den Architekten und Schriftsteller, der stets den Diskurs suchte und gesellschaftspolitisch Stellung bezog.

 

Wir begrüssen sehr herzlich und freuen uns über den neuen Kulturverbündeten DIE ZEIT nebst dem spannenden Kultur-Magazin DU. Für mehr Kultur ist es höchste Zeit, allerorten…

 

Und wir begrüssen ebenfalls herzlich als Kulturpartner KUONI mit dem Brand Report 2010 in Zeitungsformat und neuer Website – www.the-detourist-100.org. Das Projekt „A Better Tomorrow“ soll den Diskurs und die Debatte über die Zukunft des Reisens anstossen. Mit dabei sind notabene namhaften Autoren und Denker wie Hans Magnus Enzensberger und Orhan Pamuk. Debattieren und denken Sie auf „The Detourist 100“ mit!

 

Und wir freuen uns auf Sie als Abonnentin und Abonnenten! Let’s go…

 

Eine auf- und anregende, spannende Lektüre mit guten Ein- und Ausblicken wünscht Ihnen im grünen blühenden Monat Mai

 

Literatur & Kunst
Ingrid Isermann, Herausgeberin

Editorial