Buchcover Meditations in Entropy. The Work of Kashef Chowdhury/URBANA
THE HOUSE Hybride Backstein-Architektur
Gulshan Mosque
Srihatta Samdami Art Centre and Sculpture Park
Friendship Hospital
Buchcover Das Glas Haus. Wien 1933. Vertriebene Visionen, Park Books, 2026
Aussenansicht Glas Haus
Innenansicht mit Treppenaufgang
Wintergarten Glas Haus
Terrasse Glas Haus
«Meditations in Entropy – The Work of Kashef Chowdhury/URBANA»
Die grosse Monografie über die Architektur von Kashef Chowdhury: «Der Klimawandel steht hier nicht mehr zur Debatte, er ist die wahre, monströse Realität von Bangladesch». Seit 1995 hat der Architekt Kashef Chowdhury mit seinem Büro URBANA in Bangladesch, einer der meteorologisch komplexesten und schwierigsten Weltgegenden, ein vielfältiges Werk geschaffen.
«Meditations in Entropy» ist die erste umfassende Monografie über die Arbeit von Kashef Chowdhury/URBANA. 18 realisierte Bauten des Büros werden mit Aufnahmen der gefeierten Architekturfotografin Hélène Binet sowie zahlreichen Plänen, Zeichnungen, Skizzen und weiteren Abbildungen im Detail vorgestellt.
Begleitet wird diese Dokumentation von aufschlussreichen Essays der international renommierten Autoren Kenneth Frampton, Robert McCarter, William J. R. Curtis und Philip Ursprung sowie des Wasserbau-Ingenieurs Ainun Nishat. Ein illustriertes Werkverzeichnis vervollständigt den sorgfältig gestalteten und materialisierten Band.
Ein Krankenhaus in einer durch den Anstieg des Meeresspiegels gefährdeten regionalen Wirtschaft, Schutzbauten für die vor Wirbelstürmen bedrohte Bevölkerung an der Küste, oder architektonische Interventionen in einem der dichtesten Ballungsgebiete der Welt: Die Entwürfe von Chowdhury sind prägnante, kritische Antworten auf unterschiedlichste Herausforderungen und Dringlichkeiten. Sie alle wurzeln in der Überzeugung, dass Architektur von Empathie für eine immer fragilere ökologische und soziale Situation entworfen und gebaut werden muss.
Kashef Chowdhury/URBANA:
Our work in climate action-driven projects goes back twenty years, and we still address these projects, usually burdened with very limited funding, with utmost urgency. After two decades of working in this sector, I no longer use the term climate change – it really is climate disaster. In Bangladesh it has much to do how it is changing water in ist sources and forms, and how it affecrs different regions oft he delta and consequently one oft he most complex weather systems in the world.
In 2017, Bangladesh received one oft he largest influxes of refugees in a short period, that oft he Rohingya fleeing persecution in Myanmar. Our humble gesture fort he million-plus population in the form of schools fort he camps was in many ways derived from our experience of working with people faced with uncertainties.
Whether climate-related or man-made, inevitably the most affected by these disasters are the poorest of the poor who have nowhere else to go, no alternate resources to employ, and no long-term solutions in sight. Our attitude always has been to look for inspiration not far but close to the land itself, to the wisdom of its own people, in what we identify as critical resilience.
Eine reichhaltige Monografie mit begeisternder hybrider Architektur, die formal und inhaltlich Empathie ausdrückt.
Meditations in Entropy
The Work of Kashef Chowdhury/URBANA»
Herausgegeben von Kashef Chowdhury
Park Books, 2026
Englische Ausgabe
Geb., 518 S., 406 farbige und 650 s/w-Abb.
23 x 28 cm, CHF 59
ISBN 978-3-03860-329-0
«Das Glas Haus – Vertriebene Visionen»
Als Hans Glas 1933 eine Villa in der Wiener Wilbrandtgasse, im 18. Gemeindebezirk der österreichischen Hauptstadt, für das Ärzteehepaar Anna und Philipp Rezek entwarf, zählte diese zu den visionärsten der Stadt. Das von der Familie Rezek «Glas Haus» genannte Gebäude erscheint wie die Quintessenz des modernen Bauens und der Philosophie des Wohnens im Wien der 1930er Jahre. Der Wiener Architekt Hans Glas (1892–1969), ein Schüler von Adolf Loos, ist heute in Österreich hingegen nahezu unbekannt.
Dieses Buch beschreibt die Villa Rezek im Detail, illustriert mit zahlreichen historischen und neu aufgenommenen Fotografien von Stefan Oláh, Planabbildungen und Dokumenten. Es beleuchtet zudem völlig neue Aspekte der Architekturgeschichte Wiens der 1930er Jahre und erzählt die Lebensgeschichten des Architekten und seiner Bauherrschaft, die 1938 nach dem sogenannten «Anschluss» wegen ihrer jüdischen Herkunft vor den Nationalsozialisten aus Wien fliehen mussten.
Die Familie Rezek floh in die USA. Hans Glas ging nach Kalkutta, wo es ihm gelang, seine Laufbahn als Architekt erfolgreich fortzuführen. Erzwungene Emigrationen wie diese bedeuteten nicht nur menschliche Tragödien, sondern auch das abrupte Ende der Blüte moderner Architektur und Wohnkultur in Wien. Glas’ Ideen und Gestaltungsprinzipien sind heute jedoch aktueller denn je.
Das «Glas Haus» – ein Terrassenhaus der Moderne in Wien
Mit der Planung ihres neuen Wohnhauses beauftragten die Rezeks den Wiener Architekten Hans Glas (1892-1969), der an der Bauschule der Technischen Hochschule in Wien studiert und die private Bauschule von Adolf Loos (1870-1933) besucht hatte. Für die vierköpfige Familie entwarf Glas ein Einfamilienhaus in einem knapp 1500 Quadratmeter grossen Garten. Am 28. November 1932 wurde die Baubewilligung erteilt, 1933 erfolgte der Bau und im Frühjahr 1934 zog die junge Familie in das rund 50 Quadratmeter grosse, viergeschossige Terrassenhaus ein.
Das flach gedeckte Haus mit einzigartigem Blick über Wien, grosszügigen, nach Süden orientierten Terrassen mit modernen, weiss lackierten Metallgeländern und markanten, teilweise in den Boden versenkbaren Fenstern zählte zu den modernsten der Stadt. Von Familie und Freunden wurde die visionäre Villa das «Glas Haus» genannt. Die Villa Rezek gilt heute als Höhepunkt seines Schaffens. 1936 publizierte der österreichische Kunsthistoriker Max Eisler (1881-1937) in der englischen Zeitschrift The Studio einen Artikel über die Liegenschaft und lobte die Einrichtung des visionären Hauses als herausragendes Beispiel für guten Geschmack in Wien.
Nach dem «Anschluss» Österreichs im März 1938 und der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde das Leben für die jüdische Bevölkerung unerträglich. Mit der «Verordnung zur Neuordnung des österreichischen Berufsbeamtentums» vom 1. Juni 1938 wurde auch jüdischen Architekt:innen im öffentlichen Dienst die weitere Berufsausübung untersagt. Im Juli 1938 floh der damals 46-jährige Hans Glas aus Wien nach Britisch-Indien. Am 23. Juli fuhr er mit dem Schiff von Genua über Neapel durch den Suezkanal nach Bombay (Mumbai). Von dort reiste er nach Kalkutta weiter, wo er am 1. August 1938 ankam. Im erzwungenen Exil konnte Glas seine Karriere als Architekt fortsetzen. Nach seiner Pensionierung kehrte Hans Glas 1959 nach Europa zurück und liess sich in der Schweiz in der Via Massagno 14 in Lugano nieder. In seine Geburtsstadt Wien kehrte er nie wieder zurück. Am 28. Januar 1969 starb Glas im Alter von 76 Jahren in Lugano.
Das Glas Haus
Wien 1933. Vertriebene Visionen
Herausgegeben von Caroline Wohlgemuth, Maximilian Eisenköck
Park Books, 2026
Geb.,194 S.,, 33 farbige und 92 s/w-Abb.
17 x 22.5 cm, CHF 39
Deutsche Ausgabe
ISBN 978-3-03860-445-7